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Psychologische Traumabehandlung

Ein Ereignis kann dann zu einer psychischen Verletzung führen, wenn es als extrem bedrohlich erlebt wird und wenn diese Bedrohung weder durch Flucht noch durch Kampf beendet werden kann. Es entstehen Gefühle von absoluter Hilf- und Machtlosigkeit, oft gemeinsam mit starker Angst. Menschen, die ein traumatisches Ereignis erleben, können danach ängstlich, verwirrt, verzweifelt, unruhig oder wie betäubt sein. Das sind ganz normale Reaktionen. Sollte sich dieser Zustand jedoch nach einigen Wochen nicht ändern oder andere, belastende Symptome auftauchen, ist es wichtig und in vielen Fällen sehr hilfreich, sich klinisch-psychologische Unterstützung zu holen oder für Betroffene zu organisieren.

Typische Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung

  • belastende Erinnerungen (so genannte Flashbacks) in Form von Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Gedanken, Gefühlen, Schmerzen
  • Albträume mit Bezug auf das traumatisierende Ereignis, Schlafstörungen
  • Vermeidung von Situationen, Orten oder Umständen, die an das Erlebnis erinnern – manche Betroffene vermeiden es, daran zu denken oder darüber zu sprechen
  • Gedächtnislücken bezüglich des traumatischen Ereignisses
  • innere Unruhe, Angst, emotionale Taubheit
  • andere Veränderungen im Vergleich zum Verhalten oder dem inneren Zustand vor dem belastenden Ereignis

 


Was können langfristige Traumafolgen sein?

Eine unbehandelte „Posttraumatische Belastungsstörung“ kann im Laufe der Zeit zu einer Vielzahl von weiteren Symptomen und Krankheiten führen, zum Beispiel:

  • Symptome ähnlich einer Depression wie z.B. Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit
  • Suchtmittelmissbrauch als Versuch der Betäubung
  • Vermeidungsverhalten
  • Ängste und Phobien
Eine sorgfältige klinisch-psychologische Diagnostik ist die Grundlage einer zielgerichteten psychologischen Behandlung.

Ablauf einer psychologischen Traumabehandlung

Wenn die klinisch-psychologische Diagnostik eine Traumafolgeerkrankung zeigt, hat die Stärkung und Stabilisierung der betroffenen Person zur Linderung der Symptome absoluten Vorrang. Sicherheit in der Gegenwart ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Dann kann sie/er lernen, Schritt für Schritt wieder Kontrolle über Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen zu bekommen.

 

Diese innere Stabilität wiederzuerlangen ist notwendig, um sich mit der  Vergangenheit beschäftigen zu können, ohne von Ängsten, Bildern, Schmerzen oder anderen Elementen der Erinnerung überflutet zu werden. Mittels verschiedener, wissenschaftlich fundierter psychologischer Techniken wird die/der Betroffene unterstützt, das traumatische Erlebnis und die Erinnerungen daran zu verarbeiten.

 


Quelle: BÖP